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„Die Zahl der Taufen freut uns besonders“ |
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JAHRESSTATISTIK Kirchengemeinde Harpstedt kann Interesse an Gottesdiensten steigern – Rückgang jedoch in Dünsen VOR ALLEM DIE TAUF- UND TRAUGOTTESDIENSTE LOCKTEN 2009 DIE BESUCHER IN DIE KIRCHE. KIRCHENAUSTRITTE WAREN DENNOCH NICHT ZU VERMEIDEN. VON MAREN BETTMANN NWZ
HARPSTEDT - Anlass zur Freude auf der einen Seite und zur Besorgnis auf der anderen gibt die Jahresstatistik 2009 der ev.-luth. Kirchengemeinde Harpstedt. Im Gemeindebrief sind nur die blanken Zahlen abgedruckt. Die NWZ fragte nach, welche Entwicklungen sie aufzeigen. Zunehmenden Zuspruchs erfreuten sich die Gottesdienste, vornehmlich in der Christuskirche. Mit den Hauptgottesdiensten in Harpstedt und Dünsen sowie den Tauf- und Traugottesdiensten in beiden Orten steigerte die Kirchengemeinde ihre Besucher gegenüber dem Jahr 2008 um mehr als 700 auf 14 858. Die größte Steigerung erfuhr die Besucherzahl in den Tauf- und Traugottesdienste. „Uns freut besonders die gestiegene Zahl der Taufen“, sagt Pastor Gunnar Schulz-Achelis. Sind doch die Täuflinge von heute die Kirchenmitglieder von morgen.
Sorgen bereiten dagegen die Hauptgottesdienste in Dünsen: „Die anlassbezogenen Gottesdienste wie Konfirmation, Krippenspiel oder mit dem Kindergarten laufen in Dünsen ebenso wie in Harpstedt gut, die ,normalen‘ Gottesdienste dagegen nicht so“, berichtet Schulz-Achelis. Für dieses Jahr seien für Dünsen bisher nur anlassbezogene Gottesdienste geplant, da nach Kündigung des Pachtvertrages mit der politischen Gemeinde Dünsen noch keine Lösung für die weitere Nutzung der Zufluchtskirche gefunden sei.
Dass die Gottesdienst-Besucher insgesamt mehr wurden (im Laufe der vergangenen zehn Jahre immerhin eine durchschnittliche Steigerung um 20 Prozent), heißt noch lange nicht, dass es mehr Kircheneintritte zu verzeichnen gab. Im Gegenteil: 38 Austritte musste die Harpstedter Kirche verkraften, immerhin acht weniger als noch 2008. Dem standen nur vier Eintritte gegenüber (Vorjahr: acht). „Das ist sehr schmerzlich“, so Schulz-Achelis. Denn der Zuweisungsschlüssel für das Kirchenpersonal einer Gemeinde richte sich nach dem Kirchensteueraufkommen ihrer Mitglieder. Die aktuelle Mitgliederzahl: rund 6200. Dennoch bewege sich die Quote der Austritte in Harpstedt noch im „normalen Rahmen“. Bei den Austritten spiele vermehrt die wirtschaftliche Situation der Menschen eine Rolle.
Dass 2009 weniger Geld bei den Kollekten zusammen kam, begründet der Harpstedter Pastor mit der Aktivitäten der Kirchen-Stiftung. „Die Spenden bei der Stiftung haben sich erheblich erhöht, da ist klar, dass viele Spender bei der Kollekte weniger geben.“
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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 27. Januar 2010 )
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