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Die evangelische Kirchengemeinde Harpstedt ist zurzeit gut „aufgestellt“.

 

Erfreulicherweise steigen die Zahl der Gottesdienstbesucher und die Aufgaben. Die Anzahl der kirchengemeindlichen Gruppen hat sich in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt.

 

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Auf der anderen Seite zeigt ein Blick in die Zukunft, dass die gute Entwicklung stark gefährdet ist. Voraussichtlich hat die Kirchengemeinde 2030 nur noch die Hälfte des Geldes im Vergleich 2000, so eine gesicherte Prognose der Evangelische Kirche in Deutschland. Die Zuweisungen aus der Kirchsteuer, die die Gemeinde über Landeskirche und Kirchenkreis bekommt, sind – wie überall für Kirchen in Deutschland - stark rückläufig. Ursache sind unter anderem der Rückgang der Mitgliederzahl (bis 2030 um ein Drittel), weil mehr Gemeindeglieder beerdigt werden als durch Taufen neu dazu kommen. Auch Kirchenaustritte wirken sich finanziell gravierend aus.

Dieser Prozess läuft schon seit geraumer Zeit. Von 1997 bis 2005 ging unter anderem eine ganze Pfarrstelle in Harpstedt verloren.  Die Kirchengemeinde versucht durch verschiedene Maßnahmen dieser Schere zwischen steigendem Zuspruch und Aufgaben einerseits, und dramatischem Rückgang der Finanzmittel andererseits zu begegnen:  Die Stelle der Chorleiterin, für die es keine Zuschüsse durch den Kirchenkreis oder andere Stellen gibt, finanziert die Gemeinde zum Beispiel aus Konzerterlösen. Ständig wird versucht, die Abläufe in der Kirchengemeinde (auch durch Technik) zu vereinfachen; aber die wesentliche Aufgaben der Kirchengemeinde, die Begegnung mit Menschen bei Besuchen, im Unterricht oder in Gruppen, lassen sich nicht „rationalisieren“.

Kleinere Reparaturen und die Gebäudepflege übernehmen die ehrenamtlichen Helfer der Baugruppe. Die Betriebskosten werden durch Energiespar-Investitionen gesenkt. So wurden 2003 in der Kirche und 2006 und 2007 im Gemeindehaus Dämmungen angebracht, um nachhaltig Energie und Energiekosten zu sparen.

Der 2002 gegründet Freundes- und Förderverein Christuskirche Harpstedt e.V. hat entscheidend zur Kirchenrenovierung beigetragen und hat jetzt – nach Ende der Renovierung – noch kleine Einnahmen durch den Getränkeverkauf bei Konzerten. Dies Geld wird für das schöne Kirchgebäude ausgegeben und hilft so auch der Gemeinde: So wurde der Kauf von Bechern für das Kirchenkaffee und die Anschaffung des Flügels durch den Verein bezuschusst.  

All diese Anstrengungen werden nicht reichen, um dauerhaft das bunte, quicklebendige Gemeindeleben in Harpstedt zu sichern. Einen wichtigen und nachhaltigen Beitrag dazu soll die Kirchen-Stiftung leisten.  

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 16. Februar 2008 )